Augen auf beim Tabletkauf

Tablet Computer finden immer häufiger den Weg in deutsche Haushalte. Viele Verbraucher nutzen mittlerweile Tablets für das alltägliche Surfen statt Laptop oder PC. Doch bei der Anschaffung eines solchen Geräts ist Einiges zu beachten, wenn man unnötigem Ärger entgehen will.

Moderne Technik ist in vielen Fällen nicht mehr auf lange Haltbarkeit ausgerichtet. Die großen Hersteller verschiedener technischer Geräte haben großes Interesse daran, dem Verbraucher in kurzer Zeit möglichst viele Produkte zu verkaufen, um so den Profit zu steigern. Hält eines dieser Produkte nun über mehrere Jahre stand und bleibt im Besitz des Verbrauchers, gehen dem Hersteller Einnahmen verloren, die er mit dem Verkauf eines neuen Produktes erzielen könnte. Auch deswegen ist es in vielen Fällen schwierig, defekte Geräte wieder zu reparieren und entsprechende Ersatzteile einzubauen. Bei vielen ist es nicht mal mehr möglich sie zu öffnen, um ein defektes Teil auszutauschen. Dieses Problem betrifft vor allem Smartphones, aber auch Tablets entgehen der Problematik nicht und sind oft nicht mehr reparierbar.

Das ist alles kein Problem für den Verbraucher, wenn es sich im Garantie-Zeitraum ereignet. Treten Schwierigkeiten jedoch außerhalb der Garantie auf, die in den meisten Fällen nur ein Jahr umfasst, ist eine Neuanschaffung nicht umgänglich. Leider machen oft gerade die Geräte Probleme, bei denen die Garantie bereits abgelaufen ist.

Es ist jedoch nicht nur der eigene Geldbeutel, der bei einer Neuanschaffung leidet. Das alte, defekte Gerät wird zu Elektroschrott und belastet die Umwelt in hohem Maße. Ganz zu schweigen von den nicht zu unterschätzenden Umweltbelastungen, die durch die Herstellung eines komplett neuen Geräts entstehen. Bei einem Gerät, bei dem Ersatzteile eingebaut werden können, wird die Umwelt deutlich weniger geschwächt. Auch in Anbetracht des eigenen ökologischen Fußabdrucks ist es also sinnvoll, beim Kauf eines neuen technischen Geräts die Augen offen zu halten.

Betroffen sind verschiedenste Hersteller und Produkte. Auf Nachfrage bei Wortmann, dem  Hersteller des Terra Terra Pad 1003, erhielten wir folgende Aussage:

Fakt ist: Für einen Akku-Tausch müsste man das Gerät komplett zerlegen und ehrlich gesagt weiss ich gar nicht, ob man den Akku bei einem Pad als einzelne Komponente einfach so tauschen kann. Wenn ich den Kollegen aus der Technik recht verstanden habe, dann kann man das bei diesem Modell wohl nicht. Der Aufwand und die damit verbundenen Kosten und Zeit übertreffen hier sicherlich die Kosten von dem Gerät.”

Auch weitere Hersteller produzieren ihre Geräte unter den gleichen Voraussetzungen. Einer unserer Technik Experten erklärte zu dieser Problematik:

Beim Asus T100CHI und T300CHI ist das übrigens das gleiche. Da kann man nur die kompletten Tablets tauschen. Einzelteile sind bei Asus nicht erhältlich. Man bekommt die Geräte auch nicht auf.

Es lohnt sich also, bei der Anschaffung eines Tablet Computers ganz genau hin zu sehen. So entgeht man dem Ärger, nach der abgelaufenen Garantie ein neues Gerät anschaffen zu müssen und entlastet den eigenen Geldbeutel, sowie die Umwelt.

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